Toledo

Toledo hat einen ganz besonderen Reiz: Zuerst war es Stadt der Roemer, dann wiederum Hauptstadt der Westgoten, danach kulturelles Zentrum von Christen, Juden und Arabern. Bis Ende des 14. Jh war Toledo Schmelztiegel dieser drei Kulturen. Mauren, Juden und Christen lebten mehr oder weniger friedlich miteinander. All diese Kulturen haben verschiedene Einfluesse in der wunderschoenen, auf einem Huegel hoch ueber dem Fluss “Tajo” gelegenen Stadt hinterlassen.

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Im Buergerkrieg war Toledo ein sagenumwobener und von faschistischer Propaganda hochstilisierter Kampfplatz. Aber nicht nur das, Toledo war auch Sitz des Kardinalprimas, Hochburg des katholischen Glaubens und in der reich verzierten Kathedrale kommt die weltliche Macht besonders zum Ausdruck.
Diese Stadt ist geradezu ein Nationaldenkmal, man sagt Toledo sei die “spanischste Stadt Spaniens”!

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Los ging es erstmal per Metro bis zum Busbahnhof. Diese grossen Bus-Terminals, in denen verschiedene Gesellschaften mit ihren Bussen die unterschiedlichsten Ziele anfahren, waren mir noch von México gut bekannt. Dennoch muss man sich ersteinmal orientieren und die richtige Hallen, die richtige Gesellschaft und dann den richtigen Bus finden.
Nachdem wir das alles gemeistert hatten, sassen wir endlich im Bus. Leider war es sehr, sehr eng und stickig – aber so ist das Busfahren in der Touristenklasse nun mal. Immerhin fuhren keine Huehner oder sonstiges Getier mit, was einem in Mexiko schonmal passieren konnte!
Nach etwas ueber einer Stunde kamen wir dann in Toledo am Busbahnhof an. Dieser ist etwas ausserhalb gelegen, also haben wir uns auf den Weg gemacht den etwas hoeher gelegenen Stadtkern zu erklimmen.

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Bereits der Eingang in die Stadt durch ein riesiges Stadttor war sehr imposant. Eine kleine Strasse fuehrte dann direct ins Stadtzentrum zum “Plaza Zocódover” – dem Marktplatz.

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Von hier ging unser Rundgang vorbei an der Festung “Alcalá”, durch enge Gaesschen zur Kathedrale, ein wunderschoenes Gebaeude, bis hin ins juedische Viertel. Die verschiedenen Einfluesse der Mauren, Juden und Christen praegen das Staedtchen sehr stark. Im juedischen Viertel kann man sogar noch alte Synagogen besichtigen!

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Toledo ist bekannt fuer das feine Marzipan, das hier noch handgemacht verkauft wird, fuer die Ruestungen und Messer, aber auch fuer den bekannten Maler “El Greco” der hier geboren wurde. Leider konnte man sein Geburtshaus nicht besichtigen, da es momentan renoviert wird, aber sein wohl bekanntestes Gemaelde “Das Begraebnis des Grafen von Orgaz” konnten wir in der “Iglesia de Santo Tomé” bestaunen.

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Welter ging unser Streifzug duch die Stadt, der uns an einer Kirche vorbeigefuehrt hat, von deren Tuermen man “Toledo del Cielo” bewundern konnte. Das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen und wir wurden mit einem einmaligen Blick ueber die herrlichen Daecher Toledos belohnt!
Zum Schluss haben wir noch das “Museo de Santa Cruz” an der “Plaza Zocódover” besichtigt, in dem neben archaeologischen Funden auch alte flaemische Wandteppiche, herrliches Porzellan und weitere Bilder “El Graecos” zu besichtigen sind.

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