Ein wunderschoener sonniger Januartag, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und eigentlich viel zu warm fuer den Jahresanfang, eine Jacke habe ich zwar dabei, aber brauchen tut man sie nicht.
Das war der Samstag, an dem ich mich mit Maria nach “Alcalá de Hernares” – der ersten und somit aeltesten Universitaet Spaniens – aufgemacht habe.
Dieses kleine Stadtchen hat einen ungeheuren Charm, nicht nur durch seine wunderschoenen Universitaetsgebaeude, die “Calle Mayor”, den grossen “Plaza de Cervantes” und die verwinkelten Gaesschen, nein – ueberall auf den Tuermen sitzen Stoerche.
Im ersten Moment habe ich die drei unbeweglichen Storche auf dem Turm der Universitaet wirklich fuer unecht gehalten – besonders auch wegen der Jahreszeit. Doch ploetzlich spannt einer der drei seine Fluegel auf und dreht vor strahlend blauem Himmel seine Runden.
Ein weiteres Highlight dieses Stadtchens ist, dass es der Geburtsort des beruehmten Dichters “Miguel Cerbantes” ist.
Wer kennt nicht die beruehmte Geschichte von “Don Quijote und Sancho Panza”?
Die beiden lustigen Gesellen befinden sich auch als Statue vor Cervantes Geburtshaus, einem sehr schoenen – die Spanier wuerden sagen “super bonito” – kleinen Haeuschen in einer der Seitenstrassen Alcalás, das man auch besichtigen kann. Hier ist auch die erste Ausgabe von “Don Quijote” zu finden.
Und ich habe mich nicht verschrieben, als ich oben “Miguel Cerbantes” geschrieben habe, nein. Es ist unglaublich, aber Cervantes hat sich selber immer falsch geschrieben, nach einigen Nachforschungen hat sich herausgestellt, dass er eigentlich mit “b” statt mit “v” geschrieben wird. Dieser Unterschied ist allerdings auf Grund der im spanischen gleich klingenden Aussprache sehr schwierig, dennoch eine interessante Erkenntnis!
Alles in allem ist Alcalá definitive einen Tagesausflug wert, Highlights sind neben den Universitaetsgebaeuden und Cervantes Geburtshaus, die Kathedrale, das archaeologische Museum und natuerlich der Plaza de Cervantes.