Wenn man in Reisefuehrern von “Chinchón” liest wird dieses Doerfchen angepriesen als “eine der malerischsten Ortschaften mit ausgepraegtem Charakter in der Gemeinschaft von Madrid”. Dass dieser Ort tatsaechlich Aufmerksamkeit verdient und zumindest einen Tagesausflug wert ist, davon muss man sich dann aber wohl selber ueberzeugen!
Alleine schon die Anfahrt mit dem Bus ist ein Erlebnis: die Farbtoeneder Umgebung reichen von einer Palette von braun bis ockergelb und weist eine Menge verschiedener Farbschattierungen auf, einfach wunderschoen.
Die Haeuser draengen sich wie Trauben an einer Huegelseite zusammen und man hat das Gefuehl inmitten der Geschichte zu sein. Vorbei geht es an der Burgruine aus dem 14. Jahrhundert, die nach 400 Jahren neu aufgebaut wurde, um dann von Napoleons Truppen in Brand gesteckt zu werden.
Das wohl beeindruckendste an “Chinchón” ist jedoch die “Plaza Mayor”, ein mittelalterlicher Platz mit Saeulengang und wenn man diesen gesehen und erlebt hat glaubt man gerne, dass es einer der bemerkenswertesten in ganz Spanien ist! Dieser zu den einzigartigsten Plaetzen Spaniens zaehlende Platz wurde vor kurzem gruen gestrichen, was den Farbkontrast mit der Lanschaft extrem verstaerkte. Zuerst war es wohl einfach eine freistehende Flaeche, auf der ein Viehmarkt stattfand. Doch mit der Zeit wurde er zum Mittelpunkt des Ortes und zur Schaubuehne von Theater und besonders im Sommer von Stierkaempfen.
Die Zuschauer koennen von herrlichen Balkons dem bunten Treiben zusehen und es ist wirklich einfach einen Besuch wert, sich von diesem Flair persoenlich zu ueberzeugen!
“Chinchón” ist ausserdem ein sehr aktives Oertchen, hier werden Knoblauch, Wein, und besonders der beruehmte Branntwein sowie Anisette produziert.
Wie haben den Tag einfach genossen, sind durch die Gaesschen spaziert, haben den “Parador” mit seinem herrlichen Kreuzgang – in dem gerade eine Ausstellung stattfand – besichtigt, die Anhoehe mit dem “Lope de Vega-Theater”, dem “Torre de la Reloj” (Chinchón ist die Stadt der Kirchen ohne Tuerme und der Tuerme ohne Kirchen) und der “La Asunción Kirche” (Himmelfahrtskirche) erklommen, der Goya sein beruehmtes Gemaelde “Nuestra Señora de la Asunción” stiftete.
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