Am Wochenende ging es nach Valencia. Es heisst, dass das Nachtleben nirgendwo so ausgepraegt ist wie in der drittgroessten Stadt Spaniens – das wollten wir natuerlich gleich einmal austesten.
Und an welchem Wochenende geht das besser, als wenn Beginn des “Americas Cup” und “San Juan” (Johannisfeuer) zusammenfallen?
Wir hatten Glueck, dass vor kurzem in Valencia ein neues Hostel eroeffnet hat, sonst haetten wir sicher keine Unterkunft mehr bekommen, aber so waren wir als Spaetbucher noch erfolgreich!
Freitag nach der Arbeit ging es dann los im Bus nach Valencia.
Nachdem wir eingecheckt hatten sind wir auch direkt das erste Mal losgezogen, durch die gemuetlichen Gassen der Altstadt zum Hafen. Hier wurden zum Beginn des Americas Cups ein ganze Reihe Bars und Restaurants komplett neu gebaut und das Ambiente war einzigartig!
Am Samstag nach dem Fruehstueck stand dann erstmal eine Stadtbesichtigung auf dem Programm.
Da Valencia nicht allzu gross ist, konnten wir ganz gemuetlich einfach draufloslaufen.
Die Altstadt ist von mehrspurigen Alleen und der im trockengelegten Flussbett des “Rio Turia” entstandenen Parkanlage eingefasst.
Unser Hostel lag mitten in der Altstadt, genauer gesagt im “Barrio del Carmen” das abends als das belebteste Viertel der Stadt gilt, von hier konnten wir direkt ueber einen der drei grossen Plaetze Valencias, die “Plaza de la Virgen”, zur Kathedrale laufen.
Diese hat einen achteckigen Turm “El Micalet”, den man erklimmen kann und oben mit einem herrlichen Ausblick ueber die Stadt belohnt wird!
Ausserdem ist die Kathedrale beruehmt, da in ihr der heilige Gral aufbewahrt wird, aus dem die Jesus waehrend des letzten Abendmales getrunken haben soll.
Die Kathedrale schliesst auch direkt an den naechsten Platz, die “Plaza de la Reina” an. Von hier haben wir einen kleinen Abstecher zum “Mercado Central” gemacht wo es von Obst ueber Fisch und Fleisch einfach alles gibt und ein reinster Augenschmaus ist!
Danach haben wir noch die direkt nebenan gelegene “Llotja de Seda” besichtigt. Dies ist die von der Unesco zum Weltkulturerbe erhobene Seidenboerse.
Und weiter ging es zum letzten wohl schoensten der drei grossen Plaetze Valencias: zur “Plaza del Ayuntamiento”.
Dieser ist der groesste der drei Plaetze mit einem herrlichen Springbrunnen in der Mitte und wunderschoenen Gebaeuden aus denen das Rathaus selber am meisten hervorsticht.
Von hier aus war es nicht mehr weit zum Bahnhof, ebenfalls ein herrliches Gebaeude neben dem sich auch die Stierkampfarena befindet.
Nachdem wir also vormittags die Altstadt erkundet hatten, ging es weiter zum etwas moderneren Valencia: “La Ciudad de las Artes de Las Ciencias”
Dieses Wahrzeichen Valencias des 21. Jahrhunderts ist ein riesiger Wissenschafts- und Freizeitkomplex. Blickfaenger der Stadt der Kuenste und Wissenschaften sind “L’Hemisferic”, das in Form eines Auges gestaltete Planetarium und das Wissenschaftsmuseum.
Man kommt sich wirklich vor wie in der Zukunft zwischen all diesen futuristischen Gebaeuden, die wirklich absolut sehenswert sind!
Als wir dann aber nicht mehr weiterlaufen wollten, ging es endlich als Abschluss zum Hafen und zum Strand.
Hier haben wir zuerst inmitten von hunderten von Menschen den ersten Lauf des Americas Cup, der auf einer grossen Leinwand uebertragen wurde, genossen.
Dadurch, dass sich als Herausforderer des schweizerischen “Alinghi” Teams im vorgelagerten “Louis Vutton Cup” das neuseelaendische Team “Fly Emirates” durchgesetzt hat, waren natuerlich unzaehlige Kiwis unterwegs, die auch unser gesamtes Hostel bevoelkert haben.
Es war eine tolle Stimmung!
Danach haben wir uns aber zur Belohnung aufgemacht zum Strand und ins herrlich warme Wasser, da haette ich es ewig ausgehalten!
Nach einem Sonnenbad ging es dann nach einem langen Tag zurueck ins Hostel.
Aber der Tag war noch nicht zuende!
Gemeinsam mit unseren Zimmergenossinen haben wir uns dann erstmal auf den Weg gemacht zum Tapas und – wofuer Valencia ja beruehmt ist – Paella essen.
Danach ging es an den Strand. Zum Johannisfeuer – in Spanien an der gesamten Kueste veranstaltet und “San Juan” genannt – gab es ein grosses Konzert, unzaehlige kleine Feuer und ca. 200.000 Menschen waren am Strand, die einfach nur gefeiert haben.
Wie es Brauch zu “San Juan” ist, haben wir uns um Mitternacht in die Wellen gestuerzt bzw. sind ueber sieben Wellen gesprungen – so gut das eben noch ging – um dabei sieben Wuensche auszusprechen…