Im Anschluss an die Jeeptour durch Bolivien kamen wir im Norden Chiles in der Atacama Wüste (eine weitere Salzwüste) an und haben diese schwimmend, per Rad und zu Fuß erkundet:
Nach unserer Jeeptour in Bolivien sind wir wieder nach Chile eingereist. Unser Ziel war San Pedro de Atacama, eine Oase auf 2.500 m mit ca. 5.000 Einwohnern am Nordende des Salar de Atacama, ebenfalls einer riesigen Salzablagerung in der Atacama Wüste.
San Pedro ist ein wunderhübsches kleines Städtchen mit schönen, weißen Häuschen. Dieses Bild bleibt der Stadt auch nur deshalb erhalten, da es verboten ist hier große Supermärkte oder Fast Food Ketten zu errichten. Dennoch merkt man an den gesalzenen Preisen und zahlreichen Touranbietern recht schnell wie touristisch diese Stadt ist.
Bevor uns das auffallen konnte hatten wir allerdings ersteinmal wieder mit dem Zoll zu kämpfen. Rucksackkontrolle stand an, dabei mussten wir den halben Rucksack ausräumen und es wurde mal wieder nach frischen Lebensmitteln gesucht. Danach durften wir einreisen.
Unsere chilenische Freundin, die im 120 km entfernten Calama zuhause ist, kannte sich in San Pedro sehr gut aus und hat uns ein kleines Hostel am Stadtrand weit ausserhalb des touristischen Geschehens empfohlen. Ihr hat es dann auch wieder so gut gefallen, dass sie beschlossen hat, noch ein wenig mit uns die Ruhe zu geniessen.
Julia und ich wollten natürlich direkt den Salar erkunden und haben uns einer Tour zur wunderbaren Laguna Chaxa angeschlossen. Diese Lagune beherbergt drei verschiedene Flamingoarten, sowie Kiebitze, Wasserhühner und Enten.
In einer dieser im Salar de Atacama gelegenen Lagunen konnten wir sogar baden! Das faszinierende war der hohe Salzgehalt des Wassers, wir konnten an der Oberfläche treiben ähnlich wie im toten Meer. Das war ein Spass!!!
Danach wurden wir mit Süßwasser abgespritzt, dennoch hat sich am ganzen Körper eine Salzschicht gebildet, ein irres Gefühl
Nach diesem Salzbad konnten wir einen traumhaften Sonnenuntergang geniessen…
Abends haben wir uns dann wieder mit Pamela getroffen und haben in unserem kleinen Hostel ein paar chilenische Piloten kennengelernt. Nach ersten Verständigungsschwierigkeiten (man muss dazu sagen, dass ich mich mit meinem spanischen Spanisch schon in Argentinien erst schwer getan habe, da das Spanisch in Südamerika nicht nur anderen grammatikalischen Regeln folgt, sondern teils auch anders ausgesprochen wird und viel schneller geprochen wird, daran hatte ich mich dann aber dank Julias Hilfe gewöhnt, aber das chilensiche Spanisch ist wieder ein wenig anders und sogar meine Cousine, die ein Jahr in Argentinien gelebt hatte tat sich schwer…) haben wir dann noch einen netten abend in San Pedro verbracht und zudem das Glück, dass anscheinend überall der Frauentag gefeiert wurde
Am nächsten morgen haben wir dann erstmal ausgeschlafen, bevor wir uns aufgemacht haben, San Pedro zu erkunden.
Am Nachmittag haben wir uns Mountainbikes ausgeliehen und eine Radtour ins 15 km entfernte Valle de la Luna unternommen.
Das war eine der schönsten Touren auf der ganzen Reise, ich war so froh mich endlich mal wieder richtig bewegen zu können, nach den langen Busfahrten und Tagen im Jeep – ein Paradies!
Es war zwar sehr heiss, aber einfach nur ganz wunderbar! Leider ist bei unserem ersten Versuch Julias Kette kaputt gegangen, also mussten wir sie zurück nach San Pedro schieben und haben dann mit einem neuem Rad einen zweiten Versuch unternommen.
Im Valle de la Luna angekommen haben wir ersteinmal eine Höhle erkundet (ohne Taschenlampe sind wir hindurchgekrochen, hätten wir nicht Pamela dabei gehabt, die sich gut auskannte wäre es fast abenteuerlich geworden) und sind durch einen Canyon gelaufen.
Danach haben wir einen Sonnenuntergang wie im Traum über den geschwungenen Sandhügeln genossen…
…nur haben wir dabei ganz vergessen, dass unsere Räder gar kein Licht hatten und dummerweise wurde es nachdemd ie Sonne untergegangen war ziemlich schnell dunkel – so war die Heimfahrt eine ziemliche Herausforderung und wir waren heilfroh gesund und munter wieder in unserem Hostel anzukommen!
Nachdem wir uns am nächsten morgen von den Strapazen des Vortages erholt hatten, haben wir Dank Pamelas Führung noch eine wunderschöne Wanderung in die Quebrada del Diablo (Teufelsschlucht) unternommen. Wir waren zwar die einzigen Irren, die bei dieser Hitze in der Mittagszeit draussen herumgelaufen sind, aber es hat sich wirklich gelohnt und wir hatten zum Glück genug Wasser und Sonnenschutz dabei – das sollte man auch tatsächlich besser nicht vergessen!
Ca. 3 km nordwestlich der Stadt kamen wir zu den zerfallenen Ruinen der Festung Pukará de Quitor aus dem 12. Jh. Von hier hat man einen herrlichen Blick in die Landschaft!
Nur ein paar km weiter öffnet sich die Teufelsschlucht. Wir haben in einer Höhle ein wenig Abkühlung gesucht, bevor wir uns leider bereits wieder auf den Rückweg machen mussten.
Unsere chilenische Freundin Pamela hatte uns nämlich eingeladen ihre Familie kennenzulernen.
Daher mussten wir nachmittags bereits den Bus nehmen nach Calama. Hier wurden wir bereits von Pamelas Vater erwartet und in Empfang genommen.
Wir haben dann einen wunderschönen abend bei Pamelas Familie verbracht, die Chilenen sind so gastfreundlich, es war wirklich ein ganz wunderbarer abend!
Am nächsten morgen haben Pamelas Vater und sie selber uns noch zum Bus gebracht und es ging auf große Tour von Chile über die Anden nach Argentinien und einmal quer durch den Norden bis zu den Iguazú Wasserfällen an der brasilianischen Grenze.