Nachdem wir uns von Chile auf einer mehrtägigen Bustour einmal quer durch den Norden Argentiniens bewegt hatten kamen wir zu den Iguazú Wasserfällen, einem der imposantesten Naturschauspiele der Welt:
Die Wasserfälle in Iguazú.
Unsere Reise zu den Wasserfällen von Iguazú war sehr abenteuerlich. Zuerst ging es erneut über die Anden, die Landschaft war traumhaft wie immer.
Am Zoll geschah diesmal etwas aussergewöhnliches, der Bus wurde von einem Spürhund durchsucht, sogar der Gepäckraum und er hat eine Salami gefunden – ob er die wohl als Belohnung behalten durfte!?!
Auf dieser Reise sind wir auch wieder durch die Quebrada de Humahuaca gefahren, bis nach San Salvador de Jujuy. Hier kamen wir abends bei strömendem Regen an, also fiel unsere Stadtbesichtigung im wahrsten Sinne des Wortes in Wasser…dummerweise hatten wir allerdings die Zeit bis zur Weiterfahrt unseres nächsten Busses um 3 Uhr nachts zu überbrücken. Also haben wir es uns in einem Mix aus Eisdiele und Tankstelle gemütlich gemacht, hier gab es einiges zu beobachten und wir haben mal wieder einige mehr oder weniger sympatische Argentinier kennengelernt
Dennoch wäre ich heilfroh gewesen, wenn unser Bus (es handelte sich wiedereinmal um einen “El Rápido”, daher hatte ich schon mit Verspätung gerechnet…) pünktlich gekommen wäre. Dann war aber die Freude umso größer, als statt eines alten Schrempelbusses ein schöner neuer Reisebus der Firma Andesmar anrollte. Doch nun war auch die Enttäuschung wiederum umso größer, als wir nach dem Einsteigen darüber informiert wurden, dass wir nachts um 4 Uhr alle den Bus wechseln müssten, da dieser kaputt sein. Und dann wurden wir doch auch noch tatsächlich in einen uralten, versifften Klapperbus verladen…mittlerweile waren wir aber so müde, dass uns das auch schon egal war und wir trotzdem geschlafen haben.
Am nächsten morgen kamen wir in Tucumán an. Hier hatten wir den Vormittag Zeit die Stadt zu erkunden, bevor die Reise weiterging. Das tat auch gut, zwischendurch mal ein bisschen herumzulaufen, wenn Tucumán auch nicht unbedingt die schönste Stadt ist.
Für die letzte Etappe haben wir uns einen Platz im erste Klasse Busabteil mit fetten Ledersesseln gegönnt. Das war ein Luxus
Dennoch waren wir heilfroh, auch diese Nacht überstanden zu haben und in Puerto Iguazú anzukommen.
Und jede Minute der Reise hatte sich gelohnt. Uns erwartete eine Attraktion, die weltweit ihresgleichen sucht!
Aber zuerst hiess es Hotel suchen, einchecken und sich aussnahmsweise mal darüber freuen, dass wir diesmal ein Doppelzimmer mit eigenem Bad und keine schnarchenden Mitbewohner – wie in Uyuni und im Bus – hatten.
Dann ging es auch gleich los in den Nationalpark Iguazú. Falls mal jemand gehört hat, dass Wasserfälle unbeschreibliche Glücksgefühle erzeugen und sich gefragt hat, was das heissen soll oder dies nicht glauben kann, sollte er zu den Iguazú Fällen reisen. Ich zumindest musste mich tatsächlich eines Besseren belehren lassen:
Bereits beim näher kommen wird das Rauschen immer lauter und dieser Mix aus der Kraft des Wassers, der Größe der Fälle und der Gewalt und Lautstärke mit der das Wasser in die Tiefe donnert in Verbindung mit der Sonne, die über den Fällen Regenbögen erzeugt sind in der Tat überwältigend!
Der Park ist mit ca. 550m² ein echtes Naturwunder und man kann auch mit einer kleinen Eisenbahn durch den subtropischen Regenwald von einer Attraktion zur nächsten fahren, wir haben uns jedoch entschieden die Fälle zu Fuß zu erkunden. Trotz der unzähligen Touristen, die unterwegs waren, war der Anblick der Fälle einfach so beeindruckend, dass spätestens beim Blick in die “Garganta del Diablo” (Teufelsrachen) alles und jeder um einen herum vergessen war.
Neben über 2000 Pflanzenarten sowie etlichen Säugetieren haben wir uns besonders mit den Schmetterlingen angefreundet, die nicht mehr von unserer Seite wichen
Abends sind wir nach dem wohl mit zu den schönsten zählenden Tagen erschöpft und glücklich in unsere Betten gefallen, um endlich mal wieder eine nacht in einem richtigen Bett zu schlafen, bevor es am nächsten morgen zum Flughafen ging, um die letzten Tage der Reise in Buenos Aires zu verbringen.