Mauritius

“Mauritius was made first, and then heaven; and then heaven was copied after Mauritius.”

- Mark Twain, “Following the equator” 1897.

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Und genauso ist es. Zuerst hatte ich ja ein wenig Bedenken, auf eine Insel zu fliegen, so ganz ohne Berge wo ich meiner Lieblingsbeschäftigung dem Bergsteigen nachgehen kann. Aber diese Bedenken waren schnell vergessen, denn diese Insel ist tatsächlich um es in einem Wort auszudrücken: das Paradies!

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Wahrscheinlich wäre ich nie auf die Idee gekommen einen Urlaub auf Mauritius zu verbringen, für mich war dies immer ein luxuriöses Exklusivurlaubsziel, das nur wenigen offenstand. Mit Mauritius hätte ich Luxushotels mit legendärem Service, traumhaften Wellnessbereichen und weitläufigen Golfanlagen verbunden, sowie Sonne, Strand und Palmen.

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Was diese Insel aber landschaftlich zu bieten hat und welch reizende Menschen hier leben hätte ich – hätte ich es nun nicht selber erleben dürfen – nicht gedacht.

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Ich bin immer noch überwältigt davon in was für eine herrliche Welt ich eintauchen durfte…

Mauritius liegt zwischen Afrika und Indien im Indischen Ozean ca. 900 km entfernt von Madagaskar.

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Der Staat Mauritius besteht aus den beiden großen Inseln Mauritius und Rodrigues, sowie mehreren kleineren Inseln. Es herrscht tropisches Klima, somit hatten wir Glück im Winter hier zu sein, da die Wintermonate recht trocken sind und die Gefahr der Zyklone, die im Sommer alle paar Jahre Verwüstungen anrichten, sehr gering war.

Die Bevölkerung ist sehr gemischt, ca. zwei Drittel sind indischer Abstammung und ein Drittel besteht aus den Kreolen (meist ehemalige afrikanische Sklaven). Da Mauritius vor der Kolonialisierung unbewohnt war gibt es keine Ureinwohner. Die offizielle Amtssprache ist Englisch, allerdings beherrscht das Französische die Massenmedien, da es auch die Muttersprache der Oberschicht ist. Im Alltag wird von der Bevölkerung eine Kreolsprache (Morisyen genannt) gesprochen, die auf dem Französischen basiert. Die am weitesten verbreitete Religion ist der Hinduismus, es gibt aber auch Christen und Muslime. 1992 wurde Mauritius nach Einführung einer neuen Verfassung eine Republik. Seit der Unabhängigkeit ist die Regierung eine der wenigen stabilen representativen Demokratien in Afrika mit freien Wahlen und Garantien für Menschenrechte innerhalb des Staates. Haupteinnahmequellen von Mauritius ist der Rohrzucker, der auf fast 90 % der kultivierten Fläche angebaut wird.

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Vor der Ankunft im Urlaubsparadies stand uns aber noch ein 11-stündiger Flug bevor, den wir allerdings schnell hinter uns gebracht hatten, da wir nachts geflogen sind und – mit Ausnahme von einigen Turbulenzen – sogar ein wenig schlafen konnten.

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Am nächsten morgen kamen wir ziemlich k.o. um 5 Uhr früh an, wurden dann von einem Shuttle einmal quer über die Insel gefahren, da der Flughafen an der Ostküste von Mauritius liegt, unser Hotel das “La Pirogue” allerdings in “Flic en Flac” an der Westküste. Da mittlerweile jedoch auch die Sonne aufging haben wir so schon einen ersten Eindruck der Insel bekommen.

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Bereits die Ankunft im Hotel war fürstlich, ich war überwältigt. Wir wurden erstmal an das herrliche Frühstücksbuffet geleitet und da waren schnell die Strapazen der Anreise vergessen, bei den Leckereien, die uns erwarteten. Als nächstes durften wir unsere Bungalows beziehen, herrliche kleine Häuschen, die mit einem kleinen Garten quasi direkt am Meer lagen.

Und dann hielt uns nichts mehr, ab ging es ans Meer…Dieses Meer war dann auch noch genauso, wie man es sich von Postkarten und Bildern vorstellt: paradiesisch schön…

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Auch das Hotel selber war einfach nur perfekt. Untergebracht waren wir in kleinen Bungalows, die alleine schon sehr gelungen waren.
Vor diesen Bungalows erstreckte sich eine große Wiese mit Palmen und Hängematten, sowie wunderschönen Pflanzen.

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Hierbei musste man jedoch aufpassen, da auch ab und zu Kokosnüsse von den Palmen fielen und diese auf den Kopf zu bekommen könnte weh tun… Dafür waren die Pflanzen in diesem Garten umso schöner. Ganz besonders erwähnenswert ist die so genannte Ylang Ylang Blüte. Eine wunderschöne weiße, schiffschraubenförmige Blüte, die in der Mitte gelb wird und einen betörenden Duft verbreitet. Dieser Duft wird zur Herstellung der teuersten Parfüme der Welt verwendet. Es gibt nur sehr wenige Orte an denen diese Pflanze wächst, auf Mauritius befinden sich einige dieser Plantagen. Die Blüten müssen morgens noch vor Sonnenaufgang gepflückt werden, dann ist der Duft am intensivsten. Zu unserem großen Glück stand eines dieser Bäumchen direkt vor unserem Bungalow, so dass sowohl morgens als auch abends mein Haarschmuck gesichert war ;-)

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Auch die weitere Hotelanlage war wunderschön gestaltet, ich war ja bereits von den Bildern, die ich vorher gesehen hatte überwältigt, aber die Wirklichkeit war noch viel schöner. Das Mittagessen fand beispielsweise direkt am Pool statt, mit Blick auf Strand und Meer.

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Tagsüber gab es die verschiedensten Aktivitäten, so war ich – wenn ich nicht gerade mit den beiden Kleinen Muscheln sammeln, Schnorcheln oder im Pool beim Schwimmen war – damit beschäftigt meine Freiwassertauchgänge für den Tauchschein zu absolvieren, auch außerhalb der Lagune zu Schnorcheln und Wasserskifahren zu lernen.

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Dann haben wir uns so oft es ging den wunderschönen Sonnenuntergang angesehen, der jedoch aufgrund der Nähe zum Äquator immer so rasend schnell vorbei war, dass man genau aufpassen musste um ihn nicht zu verpassen!

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Zum Abendessen fanden wir immer die herrlichste Blütenpracht als Tischschmuck vor und auch das Essen war einfach nur vom Feinsten und sehr abwechslungsreich durch die indischen und kreolischen Einflüsse.

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Nach dem Essen gab es noch verschiedene Tanz und Gesangsaufführungen, auf Mauritius ist besonders die “Sega” sehr bekannt. Diese Musik und der Tanz gelten als Inbegriff der mauritianischen Seele und hiesigen Lebenslust. Woher sie ursprünglich stammt kann nicht eindeutig nachgewiesen werden, allerdings sind sowohl afrikanische, als auch madagassische und hinduistische Einflüsse möglich. Entstanden ist der Tanz unter den Sklaven, beispielsweise während der Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern oder am Abend zur Unterhaltung. Die Texte handeln von Liebe und Alltag, beschäftigen sich aber auf ironische Weise auch mit der Politik.

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An einem Tag haben wir einen Ausflug ins Landesinnere in den Black River Gorges National Park gemacht, was uns hier erwartete war für mich die größte Überraschung.Wir haben den ursprünglichen Wald Mauritius zu sehen bekommen, sowie eine spektakuläre Landschaft mit einzigartigen Planzen und Tieren. Die Insel ist so grün und herrlich bewachsen, aber dass es sogar eine Art Urwald mit wunderschönen Wasserfällen und Aussichtspunkten gibt hätte ich nicht gedacht. Einen sehr schönen Blick bis auf´s Meer hatte man zum Beispiel von den Alexandra Wasserfällen.

Ebenfalls interessant finde ich die Tatsache, dass man -da ca. 60% der mauritianischen Bevölkerung indischer Herkunft ist – einige Tempelanlagen  findet, wie beispielsweise den wunderschönen Shivala-Tempel.

Das nächste Highlight war die “Erde der sieben Farben” bei Chamarel, die zu den seltsamsten Sehenswürdigkeiten Mauritius zählen. Vermutlich stammen diese kontrast- und facettenreichen Erdlagen daher, dass das Vulkangestein so lange Zeit dem Wetter ausgesetzt war.

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Abschluß dieses Ausfluges bildete der Besuch des “La Vanille Crocodile Parc”, der besonders für Kinder ein besonderes Erlebnis ist, da sie hier zum einen kleine Krokodile anfassen können und auf der es auch wunderschöne Riesenschildkröten zu sehen gibt:

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Auf dem Rückweg sind wir noch am Trou aux Cerfes Krater vorbeigefahren und haben in Curepipe ein wenig eingekauft, die Stadt ist berühmt für die guten Shopping Möglichkeiten.

Neben diesem Ausflug ins Landesinnere haben wir zwei Bootstouren unternommen. Einmal ging es zum Grillen auf eine “einsame Insel”, das war ein schöner Ausflug mit kleinem Zwischenstopp zum Schnorcheln.

Beim zweiten mal ging es frühmorgens zum Hochseefischen, ebenfalls ein interessantes Erlebnis!

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Alles in allem ist Mauritius wirklich ein paradiesisches Fleckchen und eine Reise absolut lohnenswert!

Und wenn man da ist sollte man sich auf keinen Fall die Unterwasserwelt entgehen lassen, die wirklich gigantisch schön ist!

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