Wer nicht direkt in Kopenhagen ankommt sondern in Malmoe in Schweden kann mit dem Bus ueber die beruehmte Öresundbrücke nach Kopenhagen fahren.
In Kopenhagen am Hauptbahnhof angekommen sollte man sich bei eventuell schlechtem Wetter nicht abschrecken lassen, sondern sei bereits vorgewarnt, dass dies in Kopenhagen nicht immer das beste ist und Regensachen nicht verkehrt sind. Dann ist die Freude umso größer wenn bei der Ankunft in Malmoe die Sonne scheint. Auch wenn dies nicht immer von Dauer ist, evtl. ist das schnell wieder vorbei, genauergesagt genau ab der Überfahrt über die Öresundbruecke nach Dänemark.
Vom Hauptbahnhof kann man den ersten Stadtbummel starten, ueber den Rathausplatz durch die Fußgängerzone – Stroeget genannt, der Strich, eine Fußgängerzone , die einerseits das Bummelparadies schlechthin ist, aber auch wunderschöne Seitengäßchen zu bieten hat. Dann wird man relativ schnell feststellen, dass einfach die Stadt an sich ein Traum ist!
Eine erste Stadttour könnte so aussehen:
Los geht es am Platz “Kongens Nytorv”. An diesem Platz mit dem Reiterdenkmal Christians V. in der Mitte, liegen einige beeindruckende Gebaeude. Zuerst eines der beiden Nobel Kaufhaeuser das “Magasin du Nord”, daneben das edeltste Hotel Kopenhagens und natuerlich nicht zu vergessen das “Kongelige Theater”.
Nur ein kleines Stueckchen weiter liegt ein weiteres Highlight Kopenhagens: “NYHAVN”. Dieser kleine Stichkanal mit den vielen Schiffen, Restaurants und Kneipen ist bereits 300 Jahre alt und erinnert so sehr an Amsterdam, ein wunderbares Hafenflair!!!
Dann geht es entlang am Meer, vorbei an der neuen Oper, wenn man Glück hat kann man die königliche Yacht sehen, wenn sie gerade im Hafen liegt, was wohl nur sehr selten der Fall ist.
Nächstes Ziel ist die legendäre kleine Meerjungfrau, vorher liegt aber noch der “Gefion Springbrunnen” auf dem Weg. Dieser zeigt die germanische Fruchtbarkeitsgöttin Gefion, der laut einer Sage der schwedische König soviel Land versprach, wie sie an einem Tag pfluegen konnte. Daraufhin pflügte sie mit Hilfe ihrer in Ochsen verwandelten Söhne das heutige Gebiet von Seeland um, das daraufhin von Schweden losgelöst wurde.
Dann sieht man sie, die kleine Meerjungfrau “Den Lille Havrue” ist wirklich klein – aber auch wirklich schoen! Nicht umsonst ist sie das bekannteste Wahrzeichen der Stadt.
Weiter geht der Spaziergang einmal um das Kastell herum, in die Stadt vorbei an der russisch orthodoxen Alexander Newsky Kirke und der Marmorkirche (Frederiks Kirke) zur Amalienburg, dem Sitz der königlichen Familie, mit seinen vier sich gleichenden Rokokopalais, die um einen achteckigen Platz gebaut sind.
Hier kann man die Wachablöse erlebt, bei der die Soldaten mit ihren Bärenfell Mützen durch die Stadt marschieren.
Dann steht am besten erst einmal eine kleine Pause an.
Nachmittags geht die Erkundungstour weiter nach “Christianhavn” dessen Straßen und der Christianskanal nach dem Vorbild Amsterdams errichtet wurden, vorbei am Sitz des dänischen Parlaments Christians Slot in Richtung “Christiania”. Auf dem Weg liegt eine fantastische Bäckerei in der es eine unüberschaubare Menge unvergleichlicher kleiner Gebäckteile gibt. Außerdem gibt es hier eine Kirche, die “Von Frelser Kirke”, deren Turmspitze man über die 150 Aussenstufen einer sich vierfach windenden Wendeltreppe erklimmen kann, um einen wunderbaren Blick über Kopenhagen und auf die Krönung der Spitze, eine goldene Weltkugel, zu geniessen. Es ist einfach herrlich und man wird mit einem einzigartigen Blick über die Stadt belohnt!
Christiania ist eine Berühmtheit in Kopenhagen, für jeden Touristen ist ein Besucht absolutes Pflichtprogramm. Christiania ist ein Militärgelaende, das 1971 von Spontis und Hippies besetzt und zum Freistaat ausgerufen wurde. An diesem weltweit einmaligen “sozialen Experiment” scheiden sich wohl die Geister. Es ist zum einen ein Hort der Gesetzlosigkeit, Kriminalität und des Drogenkonsums, zum anderen wird die Autofreiheit, Klassenlosigkeit und der Umweltschutz befürwortet. Immerhin werden hier die berühmten Christiania Bikes – Räder mit vorgelagerten Sitzmöglichkeiten für Passagiere – hergestellt.
Auf dem Rückweg sollte man es sich nicht entgehen lassen durch die Fußgängerzone zu bummeln, Eis zu essen und das Treiben in der Stadt sowie das Flair der dänischen Hauptstadt zu geniessen.
Was ebenfalls unbedingt zu einem Kopenhagen Aufenthalt dazugehört ist ein Ausflug in den herrlichen grossen Park im Norden Kopenhagens, in dem sich der “Bakken” – ein riesiger Freizeitpark, der den “Tivoli” in Kopenhagen um einiges uebertrifft – befindet.
Hier kann man erst einmal in der herrlichen Umgebung ein wenig spazieren gehen und danach durch den Freizeitpark bummeln. Dann ist es Geschmackssache ob man sich lieber in der Achterbahn oder einem der anderen unzähligen Fahrgeschäfte durch die Luft wirbeln lassen oder lieber nur dem bunten Treiben zuschauen möchte.
Zum Abschluß sollte man sich in jedem Fall noch auf den Weg an den Strand machen und hier noch am Meer spazieren gehen, bevor man sich auf den Rueckweg in die Stadt macht.
Am Sonntag ist Museumstag angesagt, da die staatlichen Museen ihre Pforten kostenlos für die Besucher öffnen.
Es geht vorbei am Tivoli und am Bahnhof zur “Ny Carlsberg Glyptothek”. Diese wurde vom Sohn des Gründers der berühmten “Carlsberg Brauerei” erschaffen und ist eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Skulpturen und beherbergt zahlreiche Werke französischer Meister. Zur Entspannung befindet sich in der Mitte ein Wintergarten, von dem aus man in die verschiedenen Räume des Museums eintreten kann.
Der Weg führt danach noch weiter zum Nationalmuseum, in dem zum einen die Geschichte Dänemarks wunderbar veranschaulicht wird, aber auch andere Kulturen detailliert betrachtet werden können, eine Reise um die ganze Welt, wobei das Beeindruckendste die Eskimos und die Runensteine sind.
Zu guter letzt sollte ein Ausflug in die Umgebung auf dem Programm stehen, sehr zu empfehlen ist hier ROSKILDE.
Roskilde ist ein wunderschönes Städtchen mit herrlichen alten Fachwerkhäusern und bekannt durch seinen Dom, die Roskilde Domkirke, in der 39 dänische Monarchen beigesetzt sind und die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Sie ist wirklich beeindruckend, diesen zu besichtigen, aber mindestens genauso lohnenswert ist ein Abstecher zum Wikingermuseum, wo man die Wikingerschiffe besichtigen kann und sogar auf diesen selber ein Stückchen rudern und segeln darf!
Zum Abschluß sollte man sich noch “Rosenberg Slot” mit den dänischen Kronjuwelen und in den botanischen Garten ansehen.
Beides einfach herrlich, besonders ein Gewächshaus im botanischen Garten – “Botanisk Have”, in dem man innen kurz unterhalb des Daches das komplette Gewächshaus umrunden kann.
Allerdings kommt man sich vor wie in der Sauna, Gewächshäuser sind ja bekanntlicher weise eh sehr heiss, aber kurz unterhalb der Decke staut sich die gesamte Hitze, so ist man danach schweissgebadet!
[singlepic id=1315 w=320 h=240 float=]
Kopenhagen ist also definitiv eine Reise wert, nicht nur die Stadt ist wunderscön, auch die Umgebung ist traumhaft, das einzige Problem sind höchstens die Dänen selber, die sehr eigen sind und Neuankömmlinge nicht unbedingt immer gleich mit offenen Armen aufnehmen und Dänisch nunmal leider nicht zu den einfachsten Sprachen gehoert, sowie die Preise, die leider wirklich unverschämt hoch sind und besonders wenn man hier wirklich lebt auf Dauer zur Last fallen können…