Farewell
Am 28. September 2009 war es dann also soweit. Nachdem ich es doch noch geschafft hatte meine sieben Sachen in meinen Koffer unterzubringen und die 20 kg Grenze tatsächlich „fast“ gar nicht zu überschreiten, sowie mich zumindest noch von einigen Freunden und Kollegen zu verabschieden hieß es „Good bye Germany“.
Um 18:30 Uhr startete der Flieger am Nürnberger Flughafen in Richtung Schottland!
Meine letzten Tage in Deutschland waren – bedingt durch die Spontaneität der Realisierung meines lange gehegten Studienwunsches – doch sehr aufregend. Allerdings war die Tatsache noch relativ kurzfristig in meinem favorisierten Studiengang aufgenommen zu werden so ein Glücksfall, dass ich es selber fast nicht fassen konnte! Damit verbunden waren dann jedoch auch der schnelle Aufbruch und die relativ kurze Vorbereitungszeit.
Daher bitte ich alle, die ich nun nicht mehr gesehen habe bzw. die diese Nachricht doch ein wenig überraschend erreicht hat, darum mir nicht böse zu sein, dass ich mich einfach so schnell „aus dem Staub gemacht habe“.
Als ich also die letzen aufregenden Stunden – trotz Kribbeln im Bauch und der Angst nichts zu vergessen – im Büro und zuhause erfolgreich gemeistert hatte, saß ich dann endlich im Flieger und der neue Abschnitt meines Lebens kann beginnen.
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Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich vor fast genau zwei Jahren im Flieger nach Madrid saß, mindestens genauso aufgeregt was mich erwarten würde wie jetzt.
Als ich dann aber aus dem Fenster sah, die Sonne langsam hinter den Wolken verschwand, war ich einfach nur froh und erleichtert, dass letztendlich doch noch alles so gut geklappt hatte und ich mir meinen lange gehegten Traum verwirklichen kann.
Welcome to the UK (28th September 2009)
In Schottland angekommen wurde ich dann auch gleich von meinem neuen Mitbewohner am Flughafen abgeholt. Dummerweise hatte er das Auto im Parkverbot abgestellt um mir entgegenzukommen – als wir ans Auto kamen war gerade ein freundlicher, schottischer Polizist dabei ein Knöllchen auszustellen. Also: Welcome to the UK
Dann habe ich mein neues zuhause kennengelernt und mein kleines Zimmerchen bezogen.
Voller neuer Eindrücke, Gedanken und Erwartungen an die nächsten Tage bin ich dann ziemlich erschöpft ins Bett gefallen.
Der erste Tag in Glasgow (29th September 2009)
Am nächsten morgen gab es erst einmal ein typisch britisches Frühstück mit schwarzem Tee, Toast, Eiern sowie Baked Beans.
Der Blick aus dem Fenster war auch gleich ein netter Willkommensgruß auf einen schönen schottischen Mini – aber leider noch nicht meiner:
Dann ging es los zur ersten Stadterkundungstour. Meine WG in der Old Rutherglen Road liegt wunderschön am großen Park „Glasgow Green“ auf der anderen Seite des Flusses.
Auf dem Weg in die Innenstadt läuft man also direkt am Fluss entlang, über eine Brücke und befindet sich direkt im Stadtzentrum Glasgows.
Und ich muss sagen als ich so durch die Strassen gebummelt bin habe ich mich irgendwie wirklich wohl gefühlt: die alten Gebäude, eine schöne Fußgängerzone mit vielen Blumen und Pflanzen, der Fluß, die Brücken, die Parks, ich glaube es wird mir gefallen
Am faszinierendsten sind aber die Menschen: wenn man so durch die Strassen läuft sieht man die unterschiedlichsten Kleidungsstile die man sich denken kann – vom Business Look über die unvorstellbarsten Kreationen und Zusammenstellungen (angefangen von Kleidern mit Sneakers über T-Shirt und kurze Röcke bei nicht unbedingt sommerlichen Temperaturen) die man sich vorstellen kann – einfach nur sehenswert!
Das waren so meine ersten Eindrücke von meiner neuen Stadt.
Der zweite Tag in Glasgow (30th September 2009)
Nachdem ich am Vortag bereits die wichtigsten „Botengänge“ – wie z.B. den Versuch ein Bankkonto zu eröffnen (was sich allerdings als äußerst schwierig herausgestellt hat, da man nur ein Bankkonto eröffnen kann, wenn man entweder einen britischen Pass besitzt oder einen Studentenausweis, den ich allerdings erst nach der Registrierung erhalte für die jedoch die Zahlung der Studiengebühren notwendig ist wofür ich allerdings wiederum ein Bankkonto benötige – ein Teufelskreis…) und auch erst einmal ein Handy erstanden habe um in Schottland wieder erreichbar zu sein – erledigt hatte stand dieser zweite Tag ganz im Sinne des Ankommens, Einlebens und Relaxens
Nach einer kleinen Runde im Park habe ich dann also noch einmal ganz in Ruhe einen Stadtbummel unternommen und mich dann in meinem neuen Zuhause gemütlich eingerichtet!
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Zur Belohnung ging es nach meinem ersten Unitag erst einmal Bummeln durch die schöne Fußgängerzone Glasgows und ein paar Einkäufe müssen ja auch getätigt werden – na, kein Wunder, die 20 kg Gepäck die erlaubt sind decken gerade mal das Notwendigste ab und schließlich ist es hier ja kalt
Abends habe ich mich dann zum ersten Mal nach einem Jahr wieder im Fahren auf der “falschen” Straßenseite versucht, es ging nach Edinburgh!
Es ist schon wirklich zuerst verwirrend, wenn man statt zu schalten plötzlich gegen die Tür stößt, aber nach dem zweiten Mal hat man auch das raus
Als wir dann tatsächlich heil in Edinburgh angekommen sind haben wir einen Spaziergang auf einen wunderbaren Aussichtspunkt gemacht und den herrlichen Blick auf das erleuchtete Städtchen sowie den Hafen genossen.
Ja, es sieht nicht nur so aus: es war abends wirklich sehr kalt und windig!!!!
Dennoch war es einzigartig schön und zum Aufwärmen waren wir schließlich lecker indisch Essen und nun kann das erste Wochenende in Glasgow beginnen!
Erstes Wochenende in Glasgow (03rd October 2009)
Heute habe ich es mir nach meiner ersten Woche in Schottland erstmal verdient auszuschlafen
Als nächstes wollte ich unbedingt einmal mein neues Spielzeug den Nike & iPod Lauftrainer ausprobieren. Also ging es los zum ersten Training.
An das Wetter hier muss ich mich allerdings wirklich erst noch gewöhnen. Als ich loslief begann es zu regnen und war so windig, dass ich beinahe umgedreht wäre – dann wurde ich aber für´s Durchhalten belohnt und durfte eine wunderschöne Runde durch den nahegelegenen Park „Glasgow Green“ drehen, am Fluss entlang durch das herbstliche Glasgow.
Der Nike Trainer ist echt eine nette Sache, man sieht genau wie lange, wie weit und wie schnell man gelaufen ist – wen es interessiert hier der Link:
Nachmittags habe ich mich mit meiner Kommilitonin und ihrem Bruder getroffen. Wir sind ein wenig durch die Stadt gebummelt und waren in „Merchant City“ bei einem Spanier Tapas Essen.
Abends sind wir dann durch die Stadt gezogen und haben Glasgows Nachtleben ausgekundschaftet
Am Sonntag haben wir dann erstmal ausgeschlafen und danach lecker indisch gekocht. Es war ein lustiges Beisammensein im Studentenwohnheim mit zwei Mitbewohnerinnen aus Argentinien und Kasachstan.
Abends waren wir dann noch in einem netten Pub (Maggie Mays) mit Life Musik, das war ein schöner Ausklang des Wochenendes!

Liebe Lena,
tolle Fotos, viele schöne Neuigkeiten. Danke dir. Man sieht, dass es dir gefällt, das du glücklich bist. Das freut mich. Werde mit großem Interesse deine nächsten Erlebnisberichte lesen.
Viele liebe Grüße aus dem inzwischen auch sehr kalten (hat schon geschneit) Erlangen
Andreas
Hallo Lena,
vielen Dank für die vielen persönlichen Eindrücke aus Schottland!
Ich merke auch, dass es dir hier rundum gefällt wenn auch das Wetter vielleicht gewöhnungsbedürftig ist. Aber da kann ich dich beruhigen – in Erlangen haben wir gestern und heute bereits die ersten Graupelschauer erlebt. Und es ist mit max. 5 °C (tagsüber !) um einiges kälter als bei dir (lt. Wetterbericht). Vielleicht wärmt diese Botschaft ja dann doch etwas….
Beste Grüße,
Karl
Liebe Lena, so klasse, dass Du es noch geschafft hast !!!
Vor allem das Studienfach ist eigentlich auch meine Ecke der Biologie…Allerherzlichst Gruesst Dich Deine treulose Tomate (ich habs am letzten Tag von Dir nicht wirklich geschafft oder wo war ich denn da?? :-O Anette
Ich beneide Dich sehr und wenn ich hier meine Arbeitsmühle so anschaue… na da würd ich gern nochmal tauschen und auch im Ausland studieren
Hallo Lena,
dein Tagebuch hat mir gefallen.
Deine Wiebke