DUMFRIES
Da die Fahrerei jeden Montag und Donnerstag nach Dumfries doch sehr anstrengend ist und ich im Gegenzug die Möglichkeit habe alle Vorlesungen in Glasgow von Dumfries aus per Videokonferenz Schaltung mitzuverfolgen habe ich beschlossen umzuziehen.
Ich hatte auch großes Glück und habe ganz zufällig so kurzfristig ein Zimmer in einem kleinen, auf dem Land gelegenen Cottage gefunden.
http://www.dumfries-and-galloway.co.uk/
Dumfries ist ein wirklich wunderschönes Städtchen, es liegt ziemlich weit im Süden Schottlands nahe der Grenze zu England an der Westküste Schottlands.
Mein neues Zuhause ist in Holywood, ein paar Minuten außerhalb der Innenstadt. Da mein Landlord aber sowohl mehrere Fahrräder als auch Autos besitzt hat er mir schon angeboten eines dieser beiden Verkehrsmittel zu nutzen, falls ich nicht Bus fahren möchte. Auf dieses Angebot werde ich natürlich dankbar zurückkommen, wenn ich bei schönem Wetter durch die herrliche Landschaft zur Uni Radeln oder im Winter bei Eiseskälte gemütlich im Auto zur Vorlesung tuckern werde
Das Häuschen ist sehr gemütlich mit einer kleinen Schreinerei in der Garage, wo Billy – mein Landlord aus Argentinien – die sogenannten „Hiddenbeds“ baut. Das sind Betten, die man in einen Schreibtisch umwandeln kann, wen es interessiert hier mehr dazu:
Alleine der Blick aus dem Fenster ist schon malerisch, nichts als Felder und Schafe, dennoch ist man recht schnell in der Stadt.
Im Haus selber haben wir sogar einen offenen Kamin, auf den ich mich ganz besonders im Winter sehr freue!
Am Sonntag den 11. Oktober bin ich dann also umgezogen. Es war mal wieder ein traumhaftes Wetter (wer denkt in Schottland regnet es ständig liegt also vollkommen daneben!) und ich habe die Busfahrt von Glasgow nach Dumfries sehr genossen.
Billy hat mich dann vom Bus abgeholt und nach der Ankunft im Cottage in Holywood und einem feinen Tee zur Teatime habe ich es mir dann gemütlich gemacht.
Abends bin ich dann nach einem gemeinsamen Abendessen in mein Bett gefallen bevor die neue Woche beginnen kann.
Die nächsten Tage habe ich ein wenig meine neue Umgebung erforscht. Außer Weiden, Feldern, Kühen und Schafen ist es aber nicht ganz so einsam wie es aussieht oder sich anhört.
Ich bin in wenigen Minuten in Dumfries (Passaus Partnerstadt), ein kleines Städtchen mit einem historischen Ortskern und vielen hübschen Häuschen aus dem typischen roten schottischen Sandstein gebaut, einer netten Fußgängerzone und dem „Nith River“ der die Stadt durchquert und von der „Devorguilla´s Bridge“ überspannt wird.
Auch hier standen erst einmal ein paar organisatorische Dinge an, nachdem ich mich nun erfolgreich registriert habe konnte ich mich anmelden beim Council in Dumfries und außerdem endlich ein schottisches Bankkonto eröffnen!
Nachdem mich dann eine Grippe ein wenig außer Gefecht gesetzt hat bin ich nun aber wieder wohl auf und freue mich auf´s Wochenende